Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Event-Management- und Ticketing-Plattform (SaaS) | Stand: 23.02.2026

Anbieter

Arthur Lier, c/o MDC Management#6252, Welserstraße 3, 87463 Dietmannsried, Deutschland
E-Mail: support@checkinmanager.de

1. Geltungsbereich

(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der webbasierten Event-Management-Plattform („Plattform") durch Veranstalter („Kunde"). Anbieter ist Arthur Lier (nachfolgend „Anbieter").

(2) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt diesen ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt eine cloudbasierte Softwarelösung zur Verfügung, die insbesondere folgende Funktionen umfasst:

  • Teilnehmerverwaltung
  • CSV-/Excel-Import
  • QR-Code-Generierung und Check-In
  • Echtzeit-Teilnehmerstatus
  • Badge-Designer und Badge-Druck
  • Exportfunktionen
  • optional: Ticketverkauf über Stripe

(2) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg eines Events oder Ticketverkaufs.

(3) Die Plattform wird ausschließlich als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt. Eine Überlassung der Software zur Installation beim Kunden findet nicht statt.

3. Leistungsumfang & Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter stellt die Plattform mit einer Verfügbarkeit von mindestens 95 % im Monatsmittel zur Verfügung.

(2) Geplante Wartungen, Sicherheitsupdates und Weiterentwicklungen können zu temporären Nutzungseinschränkungen führen.

(3) Der Anbieter behält sich vor, Funktionsupdates oder technische Änderungen vorzunehmen, soweit diese für den Kunden zumutbar sind.

4. Registrierung & Benutzerkonto

(1) Die Nutzung der Plattform setzt die Registrierung eines Kundenkontos voraus.

(2) Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben.

(3) Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die über sein Benutzerkonto erfolgen.

5. Preise & Abrechnung

(1) Die Nutzung der Plattform erfolgt gemäß den auf der Website angegebenen Tarifen (Event-Pakete, Monatsabos, optionale Module).

(2) Es gilt die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG. Daher wird keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen.

(3) Zahlungen erfolgen über die jeweils angebotenen Zahlungsmethoden.

(4) Bei Abonnements verlängert sich der Vertrag automatisch um den jeweils vereinbarten Zeitraum, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.

6. Ticketverkäufe und Zahlungsabwicklung (Stripe)

(1) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd..

(2) Der Anbieter stellt lediglich die technische Integration bereit. Für Zahlungsprozesse, Auszahlungen, Rückbuchungen und Streitigkeiten zwischen Veranstalter und Teilnehmer ist der Zahlungsdienstleister verantwortlich.

(3) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für:

  • Zahlausfälle
  • technische Störungen bei Stripe
  • Verzögerungen von Auszahlungen
  • Rückerstattungen

(4) Der Kunde ist selbst verantwortlich für die korrekte steuerliche Behandlung von Einnahmen (z. B. Umsatzsteuer).

(5) Der Anbieter wird nicht Vertragspartner der zwischen dem Kunden (Veranstalter) und den Teilnehmern (Ticketkäufern) geschlossenen Verträge. Die Abwicklung von Rückerstattungen oder Reklamationen obliegt ausschließlich dem Kunden.

7. Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet:

  • wahrheitsgemäße Daten bereitzustellen,
  • seine Teilnehmer über die Nutzung ihrer Daten (DSGVO) zu informieren,
  • lokale Geräte wie Scanner, WLAN, Drucker selbst funktionsfähig bereitzuhalten,
  • keine rechtswidrigen, beleidigenden oder urheberrechtswidrigen Inhalte hochzuladen.

8. Datenverarbeitung & Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich gemäß der DSGVO.

(2) Die Daten werden ausschließlich in Rechenzentren in Deutschland verarbeitet.

(3) Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO wird dem Kunden im Account-Portal bereitgestellt.

(4) Der Kunde ist selbst verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen Daten.

(5) Nach Ablauf des Events erfolgt eine automatische Datenlöschung nach der in den Einstellungen festgelegten Frist.

9. Gewährleistung für digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB)

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform während der Vertragslaufzeit den vereinbarten Funktionsumfang erfüllt.

(2) Der Anbieter stellt notwendige Sicherheits- und Funktionsupdates bereit.

(3) Mängel sind vom Kunden unverzüglich zu melden.

(4) Keine Gewährleistung wird übernommen für:

  • Ausfälle aufgrund von Internetstörungen beim Kunden
  • Fehler durch unsachgemäße Bedienung
  • Änderungen der Systemumgebung des Kunden
  • externe Dienste (z. B. Zahlungsdienstleister, E-Mail-Provider)

10. Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für wesentliche Vertragspflichten, jedoch begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.

(3) Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Datenverluste, organisatorische Schäden, Veranstaltungs- oder Umsatzausfälle ist ausgeschlossen.

(4) Eine Haftung für Inhalte, Daten oder Handlungen des Kunden oder seiner Teilnehmer ist ausgeschlossen.

(5) Die Haftung des Anbieters ist pro Schadensfall auf die Höhe der vom Kunden im jeweiligen Kalenderjahr gezahlten Vergütung begrenzt, sofern es sich nicht um Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit handelt.

11. Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Plattform für die Dauer des Vertrages.

(2) Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder das Nachbauen der Software ist untersagt.

12. Vertragslaufzeit & Kündigung

(1) Event-Pakete enden automatisch nach Abschluss des Events.

(2) Abonnements können mit einer Frist von 14 Tagen zum Laufzeitende gekündigt werden.

(3) Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

13. Sperrung von Konten

Der Anbieter kann ein Kundenkonto vorübergehend sperren oder löschen, wenn:

  • gegen Gesetze oder diese AGB verstoßen wird,
  • Sicherheitsrisiken bestehen,
  • Zahlungen ausbleiben.

14. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.